In Sachsen hat nach der Wende jede dritte Geburtsstation geschlossen. Nun will die Staatsregierung eine Expertenkommission gründen, die eine neue Strategie erarbeiten soll, wie die Versorgung weiter gesichert werden könnte. Unter anderem soll der Rettungsdienst darauf vorbereitet werden, mehr Notgeburten im Rettungswagen zu begleiten.
Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Katja Dietz:
„Die Geburten in Sachsen sind massiv eingebrochen. Ein Grund dafür ist der immer längere Weg zur nächsten Entbindungsstation für werdende Mütter. Deshalb fordert die AfD bereits seit zehn Jahren eine Erreichbarkeitsgarantie in ländlichen Regionen (6/11423). Natürlich müssen Familien noch mit weiteren Maßnahmen unterstützt werden.
Unsere Anträge dazu sind immer abgelehnt worden und es ging viel Zeit verloren. Es ist gut, dass die Regierung das Problem nun endlich wahrnimmt. Allerdings kommt sie nicht ins Handeln, sondern verliert weitere Zeit mit Gesprächsrunden.
Den Ansatz, Rettungssanitäter als Geburtshelfer weiterzubilden, finde ich ein gesundheitspolitisches Armutszeugnis. Sparmaßnahmen dürfen nicht auf dem Rücken der Neugeborenen ausgetragen werden. Die Krankenhäuser müssen endlich mit ausreichend Personal und Zuschüssen für Investitionen ausgestattet werden, um nach der neuen Krankenhausreform weiter eine Entbindungsstation anbieten zu können.“
Quelle: afd-fraktion-sachsen.de




