AfD-Anfrage zu Hausärzten: In 30 von 48 Regionen droht Unterversorgung!

Der AfD-Abgeordnete René Standke hat mit einer Kleinen Anfrage (Drs. 8/8321) das Ausmaß des Ärztemangels in Sachsen offengelegt. Mittlerweile droht in 30 von 48 Planungsbereichen eine hausärztliche Unterversorgung. 2026 rutschten gleich drei Planungsbereiche (Reichenbach, Stollberg, Torgau) in die kritische Zone, während fast flächendeckend der Versorgungsgrad sinkt.

Auch bei der fachärztlichen Versorgung gibt es Probleme: Im Erzgebirge, in Mittelsachsen und im Zittauer Gebirge fehlen HNO-Ärzte. In Bautzen ist der Versorgungsgrad bei Hautärzten auf 48,2 Prozent gefallen. Seit Juli 2026 gibt es hier eine Unterversorgung. In Löbau-Zittau hält diese Unterversorgung schon seit 2020 an.

Besorgniserregend ist auch die Situation bei Kinderärzten, Nervenärzten und Urologen sowie bei der Kinder– und Jugendpsychiatrie.

Dazu erklärt René Standke:

„Die Regierung hat viel zu spät und ungenügend auf den Ärztemangel in weiten Teilen Sachsens reagiert. Vor fast zehn Jahren beantragte die AfD eine Landarztquote (Drs. 6/8490). Die Regierung brauchte fünf Jahre, um diesen sinnvollen Vorschlag abzuschreiben und ihn halbherzig umzusetzen.

Angesichts von 400 fehlenden Hausärzten in Sachsen hat die AfD regelmäßig eine deutliche Erhöhung der Landarztquote gefordert. Darüber hinaus muss die Kassenärztliche Vereinigung in unterversorgten Gebieten Eigeneinrichtungen eröffnen. Sachsen sollte sich dabei Thüringen zum Vorbild nehmen.“

Quelle: afd-fraktion-sachsen.de

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