Wirtschaftliche Stärke lässt sich nur mit AfD-Politik erreichen!

📬 Post aus Sachsen! Die Sonntagskolumne von Jörg Urban 📬

Liebe Freunde, liebe Leser,

zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte Sachsen zu den wohlhabendsten Regionen in Deutschland. Dank der rasanten Industrialisierung lag das Pro-Kopf-Einkommen in Sachsen 17 Prozent über dem bundesweiten Schnitt.

Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil Deutschland damals neben den USA die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt war. Sachsen zählte somit zur absoluten Weltspitze.

Der Chemnitzer Historiker Professor Frank-Lothar Kroll hat eindrucksvoll beschrieben, wie fortschrittlich Sachsen damals war: „Sachsen besaß das dichteste Eisenbahn- und Straßennetz in Deutschland. Florierende Textil-, Metall- und Montanindustrien, Handelszentren, Kulturmetropolen und Bildungseinrichtungen von internationalem Rang vermittelten das dynamische Bild eines aufstrebenden, in voller Entwicklung von einer Agrar– zu einer Industriegesellschaft begriffenen Staatswesens.“

Man muss sich das vor Augen führen, denn von dieser wirtschaftlichen Stärke ist heute leider nicht mehr viel übriggeblieben. Das liegt zum einen an den zwei fürchterlichen Diktaturen, die Sachsen ertragen musste. Zum anderen haben andere Weltregionen – gerade in Ostasien – den Turbo gezündet, während nach der Deutschen Einheit in Sachsen zwar viel Positives bewegt wurde, aber eben auch bei weitem nicht alles gelang.

Ich möchte das an dieser Stelle nur an einem Beispiel illustrieren: Das ehemals beste Straßennetz Deutschlands schafft es heute hinsichtlich der Autobahndichte nur noch auf Platz 14 von 16 der einzelnen Bundesländer. Im Vergleich zu anderen Bundesländern und zu anderen Staaten ist Sachsen also erheblich zurückgefallen.

Wir müssen uns deshalb Gedanken darüber machen, wie wir uns wieder nach vorn arbeiten können und brauchen dazu – ohne Übertreibung – ein zweites sächsisches Wirtschaftswunder.

Die AfD ist der Überzeugung, dass nur die soziale Marktwirtschaft unserem Land zu einer neuen Blüte verhelfen kann! Die soziale Marktwirtschaft eines Ludwig Erhard ermöglichte das westdeutsche Wirtschaftswunder der 1950er-Jahre. Auf dieses Erfolgsrezept müssen wir wieder setzen!

Der Klima-Sozialismus dagegen führt unser Land direkt in den Abgrund. Deshalb werden wir sowohl die Grünen als auch die CDU weiter dafür kritisieren, die Utopie der deutschen Klimaneutralität verwirklichen zu wollen. Wenn ein Staat wie die Bundesrepublik im Alleingang das Weltklima retten will, dann ist das nichts anderes als ein wirtschaftlicher Selbstmordversuch.

Die durch politische Fehlentscheidungen losgetretene Industrieflucht aus Deutschland bringt dem Klima übrigens überhaupt nichts. Die Industrie sucht sich einfach andere, weitaus günstigere Standorte und produziert dann halt im Ausland.

Um nun die richtigen Rahmenbedingungen für einen Aufschwung zu finden, sollten wir uns neben Ludwig Erhard auch das erste sächsische Wirtschaftswunder in Erinnerung rufen. Wissen Sie, wovon ich spreche? Oder anders gefragt: Wissen Sie, warum Sachsen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich derart gut aufgestellt war?

Verzeihen Sie mir den kleinen Rückblick, wenn ich Ihnen den historischen Fachbegriff des ersten sächsischen Wirtschaftswunders nenne. Er lautet: „Rétablissement“. Dieser französische Ausdruck heißt übersetzt so viel wie „Wiedergenesung“ und er beschreibt die sächsische Wirtschaftspolitik nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763), der zwischen Preußen und Österreich ausgetragen wurde.

Sachsen lag damals in Schutt und Asche. Noch zu Kriegszeiten wurde im Jahr 1762 eine Kommission unter dem Vorsitz von Thomas Fritsch eingesetzt, um Sachsen wieder aufzubauen.

Das Grundprinzip der von Fritsch vorgeschlagenen Reform ist dabei aktueller denn je. Er forderte die Politik dazu auf, die Geldverschwendung des Staates zu beenden und die Bürger zu entlasten.

Wortwörtlich notierte Fritsch: „Eines Kurfürsten von Sachsen Interesse erfordert es, dass er gute Haushaltsführung einführt und die Untertanen nicht plagen lässt.“

Auch wenn sich unser Auge noch heute am Dresdner Barock – also an der Frauenkirche, an Schloss Moritzburg und dem Zwinger – erfreuen kann, so war das doch zugegebenermaßen alles ein wenig teuer. Hinzu kamen eine ausgeprägte Vetternwirtschaft im sächsischen Hofstaat und außenpolitische Abenteuer, die ebenfalls viel Geld verschlangen.

Damit sollte von nun an Schluss sein! Stattdessen wurden Prämien für Erfinder ausgezahlt und Unternehmer wurden mit günstigen Krediten unterstützt.

Ein bis heute sichtbares Zeichen des ersten sächsischen Wirtschaftswunders war zudem die Gründung der Bergakademie Freiberg im Jahr 1765. Dahinter wiederum stand der richtige Gedanke, heimische Rohstoffe zu nutzen, um den Wohlstand zu mehren.

Der ökonomische Vordenker der damaligen Zeit war Johann Heinrich Gottlob Justi. Er setzte sich für zwei Maßnahmen ein, die unsere Wirtschaft auch heute benötigt. Zum einen schlug er Steuersenkungen vor. Zum anderen engagierte er sich für die Aufhebung von Im- und Exportverboten. An ihre Stelle sollten staatlich geförderte Handelsgesellschaften treten.

Wenn die AfD das Ende der Russland-Sanktionen fordert, dann stehen wir damit in dieser guten sächsischen Tradition einer weltoffenen, innovativen und fortschrittlichen Wirtschaftspolitik.

Sachsen und Deutschland brauchen auch im 21. Jahrhundert ein „Rétablissement“ – eine „Wiedergenesung“. Dafür setzt sich die AfD ein, denn unser Anspruch ist: Wir wollen Weltspitze sein, denn nur wenn unsere Unternehmen mit ihren Produkten Weltspitze sind, kann auch der Wohlstand unseres Landes wieder wachsen!

Bis nächsten Sonntag,
Ihr Jörg Urban

Quelle: afd-fraktion-sachsen.de

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