Im Zuge der Kabinettsumbildung durch CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz soll auch Christiane Schenderlein (CDU) aus Nordsachsen die Bundesregierung verlassen. Schenderlein ist seit Mai 2025 Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Dazu erklärt Heiko Gumprecht, sportpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag:
„Als mit Christiane Schenderlein eine eigene Ministerin für Sport und Ehrenamt berufen wurde, empfand ich das als richtiges Signal. Die ehrenamtlich tätigen Trainer, Vereins- und Verbandsfunktionäre sind, gerade im Breitensport und speziell im ländlichen Raum, eine nicht wegzudenkende Stütze unserer Gesellschaft, ohne die an vielen Stellen kaum noch Gemeinschaftsleben möglich wäre. Insofern hatte ich große Hoffnung, dass es mit der Verknüpfung von Sport und Ehrenamt zu tatsächlichen Verbesserungen in diesem Bereich kommen könnte. Doch seitdem reiht sich eine enttäuschte Hoffnung an die nächste. Keine spürbare Verbesserung bei der Förderung der Ehrenamtler, keine Qualifikationsoffensive für den Breiten- und Leistungssport und noch nicht einmal bei der Vergabe der Gelder aus der sogenannten ‚Sportmilliarde‘ hatte Schenderlein dem Vernehmen nach ein Mitspracherecht. Stattdessen erlebten wir Stillstand, Gerangel mit CSU-Chef Söder um die Olympia-Bewerbung und eine zu großen Teilen nicht nachvollziehbare Vergabe der ‚Sportmilliarde‘.
Somit drängt sich der Verdacht auf, dass Christiane Schenderleins Berufung als Staatsministerin eine Beförderung auf einen inhaltslosen Versorgungsposten war, der die unzufriedene Ost-CDU besänftigen sollte, die bei der Vergabe der Ministerposten unterrepräsentiert war. Oder ist Schenderlein gar das Bauernopfer, weil Bundeskanzler Merz dem sächsischen CDU-Ministerpräsidenten eine Retourkutsche verpassen möchte, da dieser kürzlich die ‚Brandmauer‘ infrage stellte?
Ein eigener Minister für Sport und Ehrenamt bleibt weiterhin wichtig. Diese Position braucht jedoch eine entsprechende inhaltliche Ausgestaltung und weitergehende Kompetenzen. Sonst entsteht nur weitere Bürokratie, die am Ende denjenigen nicht weiterhilft, um die es eigentlich geht: unsere Ehrenamtlern im Sport!“
Quelle: afd-fraktion-sachsen.de




